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Bild chinesisches Neujahr Pferd_von KI generiert_04.01.2026.png

Happy Chinese New Year!

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Am 17. Februar 2026 beginnt mit dem zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende das chinesische Neujahr unter dem Tierkreiszeichen des Pferdes.

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Die Ursprünge der chinesischen Astrologie reichen mindestens bis in die Zhou-Dynastie (1122–256 v. Chr.) zurück. Um den Lauf der Zeit zu strukturieren, wurden die zehn Himmelsstämme und die zwölf Erdzweige definiert. Die Himmelsstämme verbinden die fünf Wandlungsphasen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall mit Yin und Yang. Jeder Erdzweig wird durch ein Tier symbolisiert. In ihrer Kombination bilden Himmelsstämme und Erdzweige den 60-jährigen Zyklus des chinesischen Kalenders.

 

Der Überlieferung nach führt jedes Tier einen Erdzweig an und prägt die Menschen, die in diesem Abschnitt geboren sind. Dem Pferd werden Eigenschaften wie Temperament, Lebensfreude und Abenteuerlust zugeschrieben. In der chinesischen Kultur steht es für Bewegung, Freiheit, Dynamik und Sichtbarkeit. In Verbindung mit dem Yang-Feuer entsteht eine Zeitqualität von starkem Vorwärtsdrang, Optimismus und schöpferischer Initiationskraft.

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Pferdejahre gelten traditionell als Phasen erhöhter Dynamik. Sie bringen Bewegung in festgefahrene Strukturen und öffnen Räume für tiefgreifende Veränderungen. Besonders das Feuer-Pferd trägt eine intensive Energie in sich. Historisch waren solche Jahre oft von markanten Wendepunkten begleitet – Zeiten, in denen Altes seine Tragfähigkeit verlor und Neues mit grosser Kraft geboren wurde. Darin liegt Hoffnung: Wandel muss nicht bedrohlich sein, sondern kann der Beginn von etwas Wesentlichem sein.

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In diesem kommenden Jahr liegt eine grosse schöpferische Kraft und zugleich aber auch eine Herausforderung. Zu viel Feuer kann überhitzen und auszehren. Das Feuer steigt auf und lässt uns unruhig werden. Folgende Symptome können auftreten: Schlafstörungen, Palpitationen, Enge im Brustraum, Angstzustände, Freudlosigkeit oder Erschöpfung. Zwischen Genialität und Wahnsinn, Euphorie und Ernüchterung liegt in diesem Jahr oft nur ein schmaler Grat. Umso wichtiger ist es, das Feuer zu führen, statt sich von ihm davontragen zu lassen.

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Hexagramm 22 – Die Anmut steht in diesem Jahr im Vordergrund, besonders in Bezug auf die dritte und vierte Linie. Es beschreibt ein Feuer, das aus den verborgenen Tiefen der Erde hervorbricht und den Berg erleuchtet und verschönt.

In diesem Hexagramm zeigt sich eine ruhende Form von Schönheit: innen Klarheit, aussen Stille. In solchen Momenten wirkt die Welt friedlicher, weil Wünsche und Antriebe für einen Augenblick schweigen. Doch diese Anmut ist flüchtig. Sie erhebt, aber sie verwandelt nicht. Sobald der innere Wille wieder erwacht, löst sich der schöne Eindruck auf. Darum kann Anmut inspirieren, aber sie ersetzt keine tiefere, nachhaltige innere Arbeit.

Die dritte Linie beschreibt eine Phase, in der vieles leicht und stimmig erscheint. Sie lädt dazu ein, das Schöne zu geniessen und dabei wach und beharrlich zu bleiben. Zugleich liegt hierin eine leise Warnung: sich nicht in Bequemlichkeit oder äusserem Glanz zu verlieren. Heil entsteht durch Beharrlichkeit, das heisst durch das Dranbleiben an dem, was innerlich trägt.

Die vierte Linie stellt die Frage nach Anmut oder Einfachheit. Sie ermutigt, Echtheit statt Dekoration zu wählen, Substanz statt Glanz und das Wesentliche statt des bloss Gefälligen.

 

Möge dieses Jahr uns lehren, das Feuer zu führen und dem Wesentlichen treu zu bleiben.​​​

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